Ewige Jungfräulichkeit?
Bestimmt kennt jeder von euch die Klagen über das Singledasein, die manchmal in regelrechten Panikattacken ausarten. Vor allem junge Frauen scheinen panische Angst zu haben, als ewige Jungfrau zu enden.
Dabei höre ich solche Dinge oft von sehr hübschen, sympathischen Damen. Und da Aussehen und Charakter bei den Männern bekanntlich als Kriterien ganz oben rangieren, weiss ich beim besten Willen nicht, wo das Problem liegt. Obwohl, eigentlich doch.
Ich will nicht sagen, dass diese Frauen einfach den Nächstbesten nehmen sollten, damit wird keiner glücklich. Aber manchmal wäre vielleicht auch eine Anpassung der Ansprüche vonnöten. Stets spricht man über die Männer, die durch die Pornoindustrie ein angeblich ganz verklärtes Frauenbild hätten, dabei verhält es sich umgekehrt doch genauso. Boybands, Schauspieler und andere Sternchen, die bedeutend besser in Szene gesetzt werden als unser lieber Herr Nachbar, stechen diesen ohne Mühe in Sache Aussehen aus. Und die schlechten Eigenschaften der Stars werden auch oft nicht gerade an die grosse Glocke gehängt, ganz abgesehen davon, dass Schüchternheit in Hollywood eh nicht existiert. Was tun also, wenn Männer und Frauen aneinander vorbeisehen, weil sie gegenseitig ihren Ansprüchen nicht mehr genügen?
Natürlich ist es in Tat und Wahrheit dann doch nicht ganz so dramatisch: Viele Pärchen finden sich, trotz der Medien, und sind sehr glücklich damit. Und denen, die dann Singles bleiben – vor allem, wenn sie noch nie eine Beziehung hatten – bricht der kalte Schweiss aus. Was, wenn der Partner noch viele Jahre auf sich warten lässt? Vielleicht für immer?
Dabei wissen wir doch heute längst, dass wir auch alleine glücklich werden können. Selbst ist die Frau! Und der Mann sowieso.
Also, wo liegt das Problem? Erfreuen wir uns an unserem Singledasein, und das mit dem Mann klappt dann schon irgendwie. Optimismus ist ja bekanntlich das halbe Leben.